Wir unterhalten uns mit Jürgen und Lauren von der Beetwirtschaft über ihren Market Garden in Niederösterreich. Ein besonderer Zwei-Generationen-Betrieb mit rund 3000m2 Anbaufläche und einem starken Fokus auf Handarbeit, Qualität und Geschmack. Als Quereinsteiger haben sich die beiden nach dem Studium entschieden, am kleinen Gemüsebetrieb von Jürgens Eltern einzusteigen und sind mittlerweile hauptberuflich mit Gemüseanbau beschäftigt. Vermarktet wird in erster Linie über Bauernmärkte und zum Teil Ab-Hof. Die beiden erzählen uns von ihren Erfahrungen beim Einstieg in den Gemüsebau, verraten uns ihre persönlichen Lieblingswerkzeuge und geben Tipps für all jene, die eine eigene Marktgärtnerei aufbauen wollen. Was sie rückblickend anders gemacht hätten und was bei ihnen besonders gut gelaufen ist?

Im ersten Teil unseres Gartenrundgangs durch die Beetwirtschaft von Jürgen und seiner Familie spielt das Thema Trockenheit eine große Rolle. Der Market Garden liegt in einer besonders niederschlagsarmen Region Niederösterreichs und muss vorläufig ohne eigenes Wasser auf der Fläche auskommen. Bewässerung ist nur mit Tanks möglich, die mit dem Traktor vom Hof in die Gärtnerei transportiert werden. Hier muss man sich gut überlegen, wie möglichst viel Feuchtigkeit auf der Fläche gehalten werden kann. Jürgen verrät uns seine Strategien im Wassermanagement und wie er trotz Wassermangel gute Direktsaaten zustande bringt, Begrünungen nutzt und effizient bewässert. Wir sprechen außerdem über Agroforst in Trockengebieten, Beikrautmanagement und Mulch.

Beikraut gehört nun einfach mal dazu in der Landwirtschaft. Auch im Market Gardening müssen wir eine Menge Zeit für Beikrautregulierung investieren. Jürgen von der Beetwirtschaft hat sich in den letzten Jahren einige ausgeklügelte Strategien überlegt, wie er diese Arbeit in seiner Gärtnerei so effizient wie möglich erledigen kann. Er verrät uns, welche Werkzeuge bei ihm zum Einsatz kommen, wie er sie einsetzt und wann für ihn der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wir sprechen über die Beetvorbereitung mit BCS und über seine Broadfoark von “Green Tools Tech” (Kroatien), mit der er überaus zufrieden ist. Jürgen erklärt uns außerdem, wie er Jungzwiebel und Bohnen anbaut, welche Pflanzabstände er bevorzugt und wieso er sich für 19 Meter lange Beete entschieden hat.

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